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Katzenminze (Nepeta faassenii)

in .: K :. 20.05.2008 20:51
von Opus Noctis • Mitglied | 39 Beiträge
Katzenminze (Nepeta faassenii)


Aussehen:

Die mehrjährige Pflanze aus der Familie der Lippenblütler sieht optisch gesehen mit einer Höhe von bis zu 1m brennesselartig aus, jedoch sind ihr Stängel als auch die Blattunterseite fein behaart. Hierbei sei zu erwähnen, dass die Zitronenmelisse ein Abkömmling der Katzenminze ist und optisch gesehen auch große Ähnlichkeit mit ihr hat (wer diese also kennt dürfte keine großen Schwierigkeiten haben auch die Katzenminze zu erkennen). Für Alljene, die mit der Zitronenmelisse nichts anzufangen wissen sei hier gesagt, dass die Pflanze 4-kantige hohle Stengel und in der Blütezeit weiß bis bläuliche, teilweise auch rötliche Blüten aufweißt, was von Juli bis August der Fall ist. Die Pflanze wächst aufrecht (was ich von der meinen nicht behaupten kann, weswegen ich dies nur als allgemeine Aussage anführen möchte). Charakteristisch ist auch der prägnante, oft als Gemisch von Zitrone und Pfefferminze beschriebene Geruch, der auch schon in der Umgebung der Pflanze wahrzunehmen ist.


Fundstellen:

Die Katzenminze ist in Südeuropa, Asien und Afrika heimisch und ist in Mitteleuropa seit Mitte des 18. Jahrhunderts verwildert, kommt heute zerstreut an Hecken, auf Schuttplätzen und Weg- bzw. Straßenrändern vor, vielfach wieder verschwunden (Oberrhein-, Neckar- und Maingebiet, Saale- und Unstrutgebiet, Jura, Alpenvorland, Weserbergland, Schleswig-Holstein, in ganz Europa), bis 900 m. Dabei bevorzugt sie mäßig trockenen, nährstoffreichen Boden, meist sandiger oder steiniger Lehmboden, und ist sommerwärmeliebend sowie etwas stickstoffliebend. Sie ist nicht salz- aber trockentolerant (Zitat Wikipedia).

Hierzu möchte ich jedoch anmerken, dass ich die Pflanze bisher nur selten wildwachsend gesehen habe (Gärten oder angelegte Beete ausgenommen).


Inhaltsstoffe:

Die Pflanze enthält Alkaloide, Fettsäuren, Sowie Carbonsäuren, Aetherische Öle und Glycoside.

Alkaloide
Tannin, Mellanin, sowie Actinidin

Fettsäuren
Linolensäure (bis zu 57%), Linolsäure (bis zu 18%), sowie Ölsäure (bis zu 12%) und andere gesättigte Carbonsäuren (bis zu 6%)

Aetherische Öle
Hautsächlich alpha und beta Nephetalaceton (10-95% im Öl), sowie Epinepetalacton (1-28% im Öl), Citronellol, Geraniol, Citral, Campher, Thymol, Cavacrol, Citronellal, Nerol, Humulen, Caryophyllen, Farnesen, Myrcen, Piperiton und Pulegon


Eigenschaften und Verwendung:

Die Pflanze hat große Anziehungskraft auf Katzen und berauscht diese bei Verzehr, was dann zu ähnlichen Zuständen wie der Alkoholkonsum beim Menschen führt. Desweiteren hat die Pflanze betäubende Wirkung auf das Zahnfleisch, weswegen sie früher bei Zahnschmerzen gerne gekaut wurde. Außerdem lassen sich aus ihren Blättern (Catariae Folium) sowohl einige Tränke als auch ein bekömmlicher Tee zubereiten... Allgemein lässt sich sagen, dass die Pflanze gegen Grippe, Erkältung, Krämpfe und Fieber wirksam ist. Außerdem gilt der Tee, sowie das zum Rauchen getrocknete Kraut (Herba Catariae) als Stimmungsaufheller mit leicht halluzinogener Wirkung (kommt auf die Menge an... dies soll jetzt jedoch bitte nicht als Aufforderung verstanden werden die Wirkung genauer auszutesten!!!).

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