#1

Sicherung der Weihnachtsgeschichten aus dem alten Forum

in Geschichten 20.06.2008 12:45
von Mairi • Mitglied | 1.098 Beiträge
Verfasst am: 26.12.2007 09:33 Titel: Weihnachten mal anders ....

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Grade bekam ich eine Mail mit folgendem Inhalt *lol*





Betreff: Weihnachten

Was, wenn Weihnachten nicht vor 2007 Jahren, sondern heute stattgefunden
hätte ...


Säugling in Stall gefunden - Polizei und Jugendamt ermitteln


Schreiner aus Nazareth und unmündige Mutter vorläufig festgenommen

BETHLEHEM, JUDÄA -

In den frühen Morgenstunden wurden die Behörden von einem besorgten Bürger
alarmiert. Er hatte eine junge Familie entdeckt, die in einem Stall haust.
Bei Ankunft fanden die Beamten des Sozialdienstes, die durch Polizeibeamte
unterstützt wurden, einen Säugling, der von seiner erst 14-jährigen Mutter,
einer gewissen Maria H. aus Nazareth, in Stoffstreifen gewickelt in eine
Futterkrippe gelegt worden war.

Bei der Festnahme von Mutter und Kind versuchte ein Mann, der später als
Joseph H., ebenfalls aus Nazareth identifiziert wurde, die Sozialarbeiter
abzuhalten. Joseph, unterstützt von anwesenden Hirten, sowie drei
unidentifizierten Ausländern, wollte die Mitnahme des Kindes unterbinden,
wurde aber von der Polizei daran gehindert.

Festgenommen wurden auch die drei Ausländer, die sich als "weise Männer"
eines östlichen Landes bezeichneten. Sowohl das Innenministerium als auch
der Zoll sind auf der Suche nach Hinweisen über die Herkunft dieser drei
Männer, die sich anscheinend illegal im Land aufhalten.

Ein Sprecher der Polizei teilte mit, dass sie keinerlei Identifikation bei
sich trugen, aber in Besitz von Gold, sowie einigen möglicherweise
verbotenen Substanzen waren. Sie widersetzten sich der Festnahme und
behaupteten, Gott habe ihn angetragen,sofort nach Hause zu gehen und jeden
Kontakt mit offiziellen Stellen zu vermeiden. Die mitgeführten Chemikalien
wurden zur weiteren Untersuchung in das Kriminallabor geschickt.

Der Aufenthaltsort des Säuglings wird bis auf weiteres nicht bekanntgegeben.


Eine schnelle Klärung des ganzen Falls scheint sehr zweifelhaft.

Auf Rückfragen teilte eine Mitarbeiterin des Sozialamts mit: "Der Vater ist
mittleren Alters und die Mutter ist definitiv noch nicht volljährig. Wir
prüfen gerade mit den Behörden in Nazareth, in welcher Beziehung die beiden
zueinander stehen."

Maria ist im Kreiskrankenhaus in Bethlehem zu medizinischen und
psychiatrischen Untersuchungen. Sie kann mit einer Anklage wegen
Fahrlässigkeit rechnen. Ihr geistiger Zustand wird deshalb näher unter die
Lupe genommen, weil sie behauptet,sie wäre noch Jungfrau und der Säugling
stamme von Gott.

In einer offiziellen Mitteilung des Leiters der Psychiatrie steht: "Mir
steht nicht zu, den Leuten zu sagen, was sie glauben sollen, aber wenn
dieser Glaube dazu führt, dass - wie in diesem Fall - ein Neugeborenes
gefährdet wird, muss man diese Leute als gefährlich einstufen. Die Tatsache,
dass Drogen, die vermutlich von den anwesenden Ausländern verteilt wurden,
vor Ort waren, trägt nicht dazu bei, Vertrauen zu erwecken. Ich bin mir
jedoch sicher, dass alle Beteiligten mit der nötigen Behandlung in ein paar
Jahren wieder normale Mitglieder unserer Gesellschaft werden können."



Kurz vor Redaktionsschluss erreicht uns noch diese Info:

Die anwesenden Hirten behaupteten steif und fest, dass ein großer Mann in
einem weißen Nachthemd mit Flügeln(!) auf dem Rücken ihnen befohlen hätte,
den Stall aufzusuchen und das Neugeborene zu seinem Geburtstag hoch leben zu
lassen.

Dazu meinte ein Sprecher der Drogenfahndung: "Das ist so ziemlich die dümmste
Ausrede eines vollgekifften Junkies, die ich je gehört habe."

...
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lieben Gruß, eure Mairi

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#2

Sicherung der Weihnachtsgeschichten aus dem alten Forum

in Geschichten 20.06.2008 12:50
von Mairi • Mitglied | 1.098 Beiträge
Verfasst am: 17.04.2005 14:35 Titel: Mal etwas zum nachdenken

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Es war einmal …. Etwa drei Tage vor Weihnachten spätabends. Über den Marktplatz der kleinen Stadt kamen ein paar Männer gezogen. Sie blieben an der Kirche stehen und sprühten auf die Mauer:

Ausländer raus und Deutschland den Deutschen !

Steine flogen in das Fenster des türkischen Ladens gegenüber der Kirche.
Dann zog die Horde ab. Gespenstische Ruhe …. Die Gardinen an den Bürgerhäusern waren schnell wieder zugefallen. Niemand hatte etwas gesehen!
„Los komm, es reicht. Wir gehen!“
„Wo denkst du hin! Was sollen wir denn da unten im Süden?“
„Da unten? – Das ist immerhin unsere Heimat. Hier wird es immer schlimmer. Wir tun das, was da an der Wand steht: Ausländer raus!!!“
Tatsächlich – mitten in der Nacht kam Bewegung in die kleine Stadt.
Die Türen der Geschäfte sprangen auf: Zuerst kamen die Kakaopäckchen, die Schokolade und die Pralinen in ihren Weihnachtsverkleidungen. Sie wollten nach Ghana und Westafrika, denn dort waren sie Zuhause.
Dann folgte palettenweise der Kaffee, des Deutschen Lieblingsgetränk.
Uganda, Kenia und Lateinamerika waren seine Heimat.
Ananas und Bananen räumten ebenfalls ihre Kisten sowie die Trauben und Erdbeeren aus Südafrika.
Fast alle Weihnachtsleckereien brachen auf: Pfeffernüsse, Spekulatius und Zimtsterne.
Die Gewürze im Inneren zog es nach Indien. Der Dresdner Stollen zögerte. Man sah Tränen in seinen Rosinenaugen, als er zugab: „ Mischlinge wie mir geht es besonders an den Kragen.“ Mit ihm kam das Lübecker Marzipan und der Nürnberger Lebkuchen. Nicht Qualität, sondern Herkunft zählten ab jetzt.
Es war schon in der Morgendämmerung, als die Schnittblumen nach Kolumbien aufbrachen und die Pelzmäntel mit Gold und Edelsteinen in teuren kleinen Chartermaschinen in alle Welt starteten. Der Verkehr brach an diesem Tag zusammen. Lange Schlangen japanischer Autos, voll gestopft mit Optik und Unterhaltungselektronik, krochen gen Osten. Am Himmel sah man die Weihnachtsgänse nach Polen fliegen, auf ihrer Bahn gefolgt von den feinen Seidenhemden und den Teppichen des fernen Asiens. Mit Krachen lösten sich die tropischen Hölzer aus den Fensterrahmen und schwirrten ins Amazonasbecken. Man musste sich vorsehen, nicht auszurutschen, denn von überall quoll Öl und Benzin hervor.
In Bächen und Rinnsalen floss es in Richtung Irak und Iran.

Aber man hatte ja Vorsorge getroffen. Stolz holten die großen deutschen Automobilfirmen ihre Krisenpläne aus den Schubladen: Der Holzvergaser war ganz neu aufgelegt worden. Wozu ausländisches Öl?! Aber die VWs und BMWs begannen, sich in ihre Einzelteile aufzulösen. Das Aluminium wanderte nach Jamaika, das Kupfer nach Somalia, ein Drittel der Eisenteile nach Brasilien, der Naturkautschuk aus den Gummimischungen der Reifen nach Zaire. Und die Straßendecke hatte mit ausländischem Asphalt im Verbund vorher auch ein besseres Bild abgegeben. Autohäuser standen leer, denn die Fiats und Lancias rollten gen Italien. Jaguar, Rover, Rolls-Royce in Richtung Großbritannien, Chrysler in die USA und alle Renaults, Citroens und Peugeots fuhren nach Frankreich. Natürlich kehrte auch ein großer Teil der Schuhe zurück nach Italien, England und Frankreich. Auch die Boutiquen waren anschließend um Kleidungsstücke aus diesen und anderen Ländern ärmer. Von modischer Auswahl konnte kaum noch die Rede sein. Orangen rollten nach Spanien, Datteln und Feigen in den Orient. Weine und Spirituosen zogen sich gleich in Containern in ihre Heimatländer zurück. Viele Restaurants, die wir liebten, waren schlagartig geräumt. Schluss war nun mit italienisch, griechisch, jugoslawisch oder auch chinesisch essen. Selbst McDonald hatte geschlossen.
Deutsche Küche den Deutschen!
Dann machten sich sogar unsere lieb gewonnen Haustieren auf den Weg in ihr Ursprungsland – getreu dem Motto:
„Nur die Herkunft zählt“!
So verschwanden die Wellensittiche und Papageien aus den Käfigen: Ja, sogar Siam- und Perserkatzen und bestimmte Hunderassen verließen einfach ihr Herrchen oder Frauchen.
Die Aquarien waren auf einen Schlag leer, und zum Essen gab es Fisch auch nur noch in kleiner Auswahl.

Was für Aussichten! Nie wieder Blumenzwiebeln aus Holland im Frühjahr aus dem Boden sprießen und blühen, denn auch sie waren heimwärts gewandert. Feinstes Porzellan aus China machte sich ebenfalls auf und davon wie die vielen Gemälde berühmter ausländischer Künstler aus unseren Museen. Ebenso schnell machten sich die unzähligen Bücher aus den Bibliotheken, Buchhandlungen und Regalen Zuhause auf den Rückweg. Und in den Musikläden und CD-Sammlungen in den Wohnzimmern machte sich große Leere breit. Es blieben nur wenige CD. Zurück; selbstverständlich nur deutsche Produktionen. Schließlich zählte ja nur die Herkunft.

Nach drei Tagen war endlich der Spuk vorbei, der Auszug geschafft. Gerade noch rechtzeitig vorm Weihnachtsfest. Nichts, aber auch nicht ein Fitzelchen Ausländisches war mehr in Deutschland. Aber Tannenbäume gab es noch, Äpfel und Nüsse. Und „Stille Nacht“ durfte gesungen werden – wenn auch nur mit Sondergenehmigung. Immerhin kam das Lied aus Österreich!
Nur eines wollte nicht ins Bild passen. Maria, Josef und das Kind waren geblieben. Drei Juden! „Wir bleiben hier“, sagte Maria mit fester Stimme. „Wenn wir auch noch aus diesem Land gehen, wer will ihnen dann noch den Weg zurück zeigen - zurück zur Vernunft und zu Menschlichkeit ?“ !!!!!!!!!!!!!!!!

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lieben Gruß, eure Mairi

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